Bayerisches Justizministerium
Bayerisches Justizministerium vergibt IT-Großauftrag an Unisys
Herausforderung

Sulzbach, 19. Dezember 2002 - In einem historischen Großprojekt modernisiert das Bayerische Staatsministerium der Justiz (StMJ) mit der Unisys Deutschland GmbH seine gesamte IT-Infrastruktur: 12.300 Arbeitsplätze in ganz Bayern werden auf den elektronischen Rechtsverkehr vorbereitet. Der in diesem Jahr bundesweit größte Auftrag für Unisys umfasst unter anderem die Installation, Konfiguration und Inbetriebnahme von circa 12.000 neuen PCs und Laptops sowie mehreren Tausend Druckern an 200 bayerischen Standorten. Zudem entwickelt und implementiert Unisys eine komplett neue Netzwerkarchitektur.

 

Unisys sorgt bei diesem anspruchsvollen Projekt ferner für den zuverlässigen IT-Betrieb, indem das Unternehmen mehrere Server-Center betreut und die gesamte Bandbreite an technischen Dienstleistungen - den sogenannten "Managed Services" - abdeckt. Dazu gehören unter anderem das LAN Management (LAN: Local Area Networks), das für den stabilen Betrieb der lokalen Netze an den 200 Standorten sorgt, das Konfigurations-Management, welches den Einsatz der Software sowohl bei den PCs als auch im gesamten Netzwerk regelt, sowie das Störfallmanagement zum Beispiel im Fall einer Stromunterbrechung.

 

Der Auftrag gilt als eine große logistische Herausforderung und anspruchvolle IT-Management-Aufgabe. Nur wenige ITDienstleister sind aufgrund der Projektdimension und des Standards an qualitativ hochwertigen Diensten überhaupt für die Umsetzung des Projektes in Frage gekommen.


Lösung

Der Technologiewandel von den bisherigen EDV-Anlagen hin zu behördenübergreifend vernetzten Windows - basierten PC-Arbeitsplätzen wird die bayerischen Gerichte und Staatsanwaltschaften auf High-Tech-Standard bringen und den Weg für den elektronischen Rechtsverkehr mit Verfahrensbeteiligten ebnen.

 

Von der EDV zum vernetzten IT-System

Durch den Einsatz vernetzter PCs können Richter, Staatsanwälte, Rechtspfleger, Bewährungshelfer und Sachbearbeiter in der Verwaltung stärker in IT-unterstützte Arbeitsabläufe einbezogen werden. Ein Austausch von Verfahrensdaten ist bayernweit möglich. Alle Gerichtsabteilungen greifen auf dieselbe Datenbank zu, dadurch wird eine zügige Durchführung der Verfahren auch von technologischer Seite unterstützt.

 

Das Großprojekt des Justizministeriums, für das sich Unisys im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung qualifiziert hat, ist Bestandteil des Projektes "bajTECH 2000 - Ausstattung und Betrieb" und soll in drei Jahren abgeschlossen sein.

Nutzen

Der Betrieb und die Betreuung der modernen IT-Infrastruktur erfolgt durch qualifizierte Mitarbeiter von Unisys. Da die Komplexität der Aufgabe eine nicht realisierbare Aufstockung und Qualifizierung des IT-Personals in der bayerischen Justiz erfordert hätte, entschied sich das Ministerium für eine kosteneffiziente sogenannte "Outsourcing-Lösung" mit Unisys. Die Kernkompetenzen z. B. in den Bereichen IT-Sicherheit, Controlling, Finanz- und Beschaffungswesen verbleiben bei der Justiz.

 

Unisys richtet Service-Zentrum vor Ort ein

In einem eigens für die bayerische Justiz eingerichteten Service- und Betriebszentrum in München betreuen Unisys-Mitarbeiter Hardware (wie PCs und Drucker) sowie System und Standard-Software (z. B. Windows, Exchange). Beispielsweise wird eine automatische Software-Verteilung eingesetzt, um die PCs an den Justizarbeitsplätzen automatisch und über Nacht bei Bedarf mit neuen Software-Versionen zu versorgen. Das erspart an den Justizarbeitsplätzen lästige Installations- und Wartezeiten während der Dienstzeit. Überdies werden vom Unisys-Service-Zentrum weitere technische Dienstleistungen bereitgestellt. Durch Remote Desktop Management zum Beispiel können sich Unisys-Spezialisten im Fall eines IT-Problems von ihrem Arbeitsplatz aus auf den betroffenen PC einer Justizeinrichtung einwählen und das Problem schnell lösen.

 

Wenn das Projekt Ende 2006 abgeschlossen ist, gehört das bayerische Justizministerium zu jenen Behörden, die über die modernste und effizienteste IT-Infrastruktur in Deutschland verfügen.

Das Bayerische Staatsministerium der Justiz

Das Bayerische Staatsministerium der Justiz ist oberste Dienstbehörde für rund 14.000 Richter, Staatsanwälte, Rechtspfleger, Bewährungs- und Gerichtshelfer, Beamte des mittleren und einfachen Dienstes, Angestellte und Arbeiter sowie für etwa 4.500 Beamte, Angestellte und Arbeiter im Justizvollzug. Die politische Leitung und Verantwortung liegt nach der Verfassung des Freistaates Bayern beim Staatsminister der Justiz. Das Justizministerium ist in sechs Abteilungen und das Landesjustizprüfungsamt aufgeteilt. Die einzelnen Abteilungen bestehen aus mehreren Referaten und nehmen unter anderem Personalangelegenheiten, Aufgaben des Finanz- und Bauwesens, der Organisation, des Zivil- und Öffentlichen Rechts sowie des Strafrechts, des Justizvollzugs und der Ausbildung wahr.

 

Projekt "bajTECH 2000 - Ausstattung und Betrieb"

Bereits 1999 hat sich die bayerische Justiz entschieden, vorhandene EDV-Anlagen durch vernetzte IT-Systeme abzulösen, ein Justiznetz aufzubauen und neue, auf die Technik optimal angepasste IT-Fachverfahren zu entwickeln. "bajTECH" ist das größte und anspruchsvollste Projekt, das die bayerische Justiz seit dem 2. Weltkrieg durchführt.

 

Ansprechpartner

Manfred Ott

Unisys Deutschland GmbH,
Am Unisys-Park 1,
65843 Sulzbach

Tel.: 06435 / 548726
Mobil: 0172 / 6107556

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